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Die Münchner Rück und das Geschäft mit dem Klimawandel: Wie man Katastrophen für eigene Profitzwecke einspannt.
In einer Pressemitteilung verbreitet über alle Medien, behauptet der Versicherungskonzern Münchner Rück - einer der weltgrößten Rückversicherer und großer Unterstützer des Potsdam Institutes für Klimafolgenforschung PIK- daß das Jahr 2008 zu den Jahren mit den größten Katastrophen gehört. Gemessen an den Verlusten an Menschenleben und an wirtschaftlichen Schäden. In der gleichen PM werden diese Schäden auf den fortschreitenden menschengemachten Klimawandel zurückgeführt. In die gleiche Kerbe haut - wen wundert´s- der Kanzlerinklimaberater und Chef des PIK Schellnhuber.
Er verkündet, daß die Destabilisierung des Weltklimas viel weiter fortgeschritten sei, als die meisten denken. Woher weiß Herr Schellnhuber denn, was die meisten darüber denken?
"Da er aber keine Daten dafür vorlegen kann, daß es in den letzten Jahren eine Erwärmung gegeben habe (weil es ja tatsächlich kühler geworden ist), fabuliert er also munter über Destabilisierung (Durch Abkühlung? Müßten wir uns nach dieser Logik nicht eine weitere Erwärmung wünschen?). Ein Klimaleugner wie Schellnhuber hat es eben auch nicht leicht" leicht schreibt amüsiert der Blogger Kreutzmann von klimaskeptiker
Beweise dafür bleiben  Münchner Rück und Schellnhuber aber nicht nur schuldig, sondern es läßt sich klar das glatte Gegenteil nachweisen, wie die nachfolgenden Artikel von Hans G. Bronik und Prof. Roger Pielke (Auszüge davon weiter unten) deutlich belegen. 

Die Münchner Rück hat eine interessante Liste der zehn größten Naturkatastrophen des Jahres 2008 veröffentlicht:

Diese sind:

  1. Erdbeben in China (12.05.)
  2. Hurrikan Ike in Karibik/USA (06.-14.09.)
  3. Winterschäden in China (10.01.-13.02.)
  4. Hurrikan Gustav in Karibik/USA (21.08.-02.09.)
  5. Überschwemmungen in USA (Juni)
  6. Zyklon Nargis in Myanmar (02.-05.05.)
  7. Überschwemmungen in China (Mai-Juni)
  8. Waldbrände in USA (13.-24.11.)
  9. Wintersturm Emma in Europa (01.-02.03.)
  10. Tornados in USA (22.-26.05.)

Betrachtet man diese Liste, fallen einem zunächst einmal die Winterschäden (sic!) auf. Wo bleiben die bedrohlichen Folgen der Globalen Erwärmung?

Nachdem es keinen erwiesenen Zusammenhang zwischen Wirbelstürmen und der Globalen Erwärmung gibt, Waldbrände in den USA ebenso wenig der Erwärmung angelastet werden können, wie das Auftreten von Tornados, Überschwemmungen da wie dort immer wieder einmal auftreten, bleibt auf dieser Liste nichts Ungewöhnliches übrig.

Dass Versicherungsschäden steigen sollte die Rück angesichts ihrer aggressiven Marketingstrategie doch freuen, denn das bedeutet auch, dass mehr Versicherungen verkauft worden sind.

Trotzdem veranlasst diese Liste die Rück zur Forderung eines dringendst nötigen Klimaabkommens (Pressemitteilung vom 29.12.) Ständig steigende Opferzahlen und Schäden würden allerdringendstes Handeln erfordern.

Sieht man sich die Opferzahlen bei Naturkatastrophen seit 1900 aber einmal genauer an, zeigt sich ein gänzlich anderes Bild (Daten des Centre for Research on the Epidemiology of Disasters (CRED) der Université Catholique de Louvain):

Ein ausführlicher Bericht zu dieser Thematik ist hier nachzulesen.

Trotz deutlichem Bevölkerungswachstum (und damit verbundenen wesentlich höheren potentiellen Opferzahlen) hat die Zahl der Opfer bei Naturkatastrophen abgenommen. Zudem ist es unmöglich, hieraus irgendeine Aussage über gestiegene Opferzahlen aufgrund von Folgen des Klimawandels zu machen.

Zu den wirtschaftlichen Schäden hat Roger Pielke, Jr. noch einiges in seinem Blog geschrieben:

Overselling Disasters and Climate Change by Munich Re

Wirtschaftliche Schäden in Folge von Naturkatastrophen haben in den letzten Jahren zugenommen. Steigende Versicherungsschäden sind jedoch eher ein Zeichen zunehmenden Wohlstandes als ein Klimamenetekel. Zum Thema Normalized Hurricane Damage in the United States: 1900-2005 hat Roger A. Pielke Jr. kürzlich ein Paper in Natural Hazards Review veröffentlicht. Auch diese Veröffentlichung bescheinigt keinerlei Trend in durch Wirbelstürme verursachte Schäden in den USA.

Bemerkenswert ist auch die von Pielke detektierte Diskrepanz diverser Veröffentlichung der Rück:

So Munich Re scientists (Hoeppe and E. Faust) publish in Science that attribution of losses to greenhouse gas emissions is not presently possible, and a Munich Re board member says that such attribution is “very probably” leading to more extreme events. Could this be confusion between the research and operations sides of the business?

Jedenfalls ist aus den von der Rück veröffentlichten Daten keinerlei “Beleg” für negative Folgen eines durch Menschenhand verursachten Klimawandels abzuleiten.

Und potentielle Schäden als Folge von Naturkatastrophen lassen sich wesentlich besser durch Anpassungsmaßnahmen als durch Weltwetterschutzverträge (mit Vorschriften zur Reduktion des Wohlstandes in Industrieländern) reduzieren.

Den größten Schaden hatte angesichts dieser Presseerklärung jedenfalls die Glaubwürdigkeit der Rück.

Der ganze Artikel erschien auf Ökologismus.de mit Dank an den Autor Hans. G. Bronik

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